Einen meiner Lieblingsorte der Kindheit in den 1960er Jahren (und auch noch danach) gibt es in München schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr – die Hamburger Fischstube von Hein Esser am Isartorplatz.
Meine Eltern liebten Seefisch und ca. alle 6 Wochen ging's zum spachteln in die Esser'schen Stuben. Goldbarsch für Mama, Fischsuppe für Papa und der kleine Daniel wünschte sich immer panierte Fischfrikadellen mit Mayo-Kartoffelsalat.
Kinderportionen gab es damals nicht und ich hatte einen Teller für Erwachsene ganz alleine. An solchen Tagen hab ich zum Frühstück nur Tee getrunken, damit der Magen schon ordentlich knurrte wenn der feine Fisch auf den Tisch kam. Alles aufzuessen bedeutete schließlich gutes Wetter am nächsten Tag und gutes Wetter konnte der kleine Hosenträger am Spielplatz immer gut brauchen. 😀
Übrigens hat ein Nachfahre von Hein Esser alle Fischrezepte in einem Kochbuch zusammen gefasst, was es immer noch antiquarisch gibt (siehe Cover rechts unten).

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