Freitag, 13. Februar 2026

Gruppentherapie mit Elefant

 Gestern machte in unserer Gruppentherapie die leitende Psychologin eine Geschichte des argentinischen Psychotherapeuten Jorge Bucay zum Thema – der angekettete Elefant.

Es geht um einen starken, mächtigen Zirkuselefanten, der nur von einem kleinen Pflock festgehalten wird und keine Anstalten macht, sich davon zu befreien.

Warum?

Weil dieser Elefant, als er noch ein schwaches Kind war, gelernt hatte, dass der Pflock stärker ist als er. Seitdem glaubt er, dass er zu schwach dafür ist und nicht fliehen kann. Ohne es je neu probiert zu haben.

Also – lass die Vergangenheit hinter dir. Probier es einfach aus. Man kann oft mehr als man sich zutraut. Wenn man trotzdem scheitert, muss man einen anderen Weg finden etwas zu bewältigen.




2 Kommentare:

  1. Die grausame Domestizierung von Elefanten ist mir bekannt, und es gibt viele Vergleiche, um sich von anerzogenen Zwängen zu befreien. Gerade erzählte der Krimiautor Wolf in der Bremer Talkshow von seinem Erlebnis bei Onkel Heinz: „Sieh hier ein 5-Mark-Stück, es ist 5 Mark wert, und wenn ich es in meinen Aschenbecher untermülle und wieder heraushole, behält es trotz Schmutz und Dreck von außen immer noch den gleichen Wert!“
    Teflonähnliche fröhliche Grüße!

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    1. Was mir durch dieses Beispiel des angeketteten Elefanten im Gruppengespräch klar wurde – schon als Kind wurde ich in Verantwortung gezwängt. Ich war immer der große Bruder der für den Mist den die kleine Schwester anrichtete zur Verantwortung gezogen wurde. Ich hätte besser auf sie aufpassen müssen, weil ich ja der große vernünftige Bruder bin usw. usf.
      Durch dieses anerzogene Verhaltensmuster lässt man sich später als erwachsener Mann Sachen (z.B. von Frauen) gefallen, die eigentlich jeder Beschreibung spotten.
      So teflon-beschichtet dass alles an mir abperlt bin ich noch nicht.
      Aber immer heiter weiter. Mann lernt nie aus!
      Herzliche Grüße!

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