Donnerstag, 22. Januar 2026

 Ruhepause in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Wieder was dazu gelernt. Die TCM empfiehlt eine Ruhepause von 13 bis 15 Uhr, weil in diesem Zeitraum der Dünndarm stark mit Verdauung und Nährstoffaufnahme beschäftigt ist. Eine entspannte Pause oder ein kleines Schläfchen in diesen zwei Stunden unterstützt die Verarbeitung und schafft Energie für den restlichen Tag. Der Körper wird nicht überlastet. 

Ich bin dann mal kurz weg. 😴




Mittwoch, 21. Januar 2026

Mit KI generiertes Kinderbuch

Mittlerweile gibt es online Angebote ein komplettes Kinderbuch inklusive Illustrationen durch KI-Programme erstellen zu lassen. Jeder Laie kann das jetzt machen, in jedwedem Illustrations- und Schreib-Stil. Es ist schlicht und ergreifend ein Irrsinn für professionelle Autoren und Illustratoren die damit ersetzbar werden.

Ich hab's gestern mal kurz getestet, mit Illustration in Aquarell. Den Text habe ich nicht zu Ende ausführen lassen, denn dann wäre es kostenpflichtig geworden.

Vor einem Jahr war dazu ein Bericht im BR. Was nicht angesprochen wurde ist die Flut der mit KI produzierten Buch-Angebote bei Amazon + Co. die dort mit Kopien guter Kinderbücher das Angebot komplett unübersichtlich machen. Wie sich große Verlage in Zukunft gegenüber KI-Material verhalten werden, ist auch noch mehr als fraglich.

 

Montag, 19. Januar 2026

In Wien falsch abgebogen

 Es muss so 1965/1966 gewesen sein, als mein Vater auf unserer Urlaubsfahrt Richtung Budapest in Wien falsch abgebogen ist. Statt Richtung Ungarn fuhren wir am Schloß Schönbrunn vorbei Richtung Innenstadt und landeten schließlich am Wiener Westbahnhof. Mir haben solche Irrfahrten immer großen Spaß gemacht, weil man einfach mehr erlebte. So sah es am Wiener Westbahnhof damals aus.

Jedenfalls, so der väterliche Beschluß, am Westbahnhof erstmal ordentlich mit Würsteln und Schwedenbombe gestärkt und dann der Kauf einer Landkarte zwecks Übersicht. Leider war meine Mutter, als gute Kartenleserin, nicht dabei und mit Papas Rechthaberei verfuhren wir uns noch mal. Vielleicht waren auch die zwei Bier Schuld die er sich am Würstelstand eingepfiffen hatte. Wir tuckerten also mit unserem Käferl am Stephansdom und anderen Sehenswürdigkeiten vorbei und wurden wegen unseres deutschen Kennzeichens munter von den Wiener Kraftfahrern angehupt und 'urdntlich' beschimpft. »Hauts eich üba de Heisa, depperte Piefke!« und heftigeres schallte durch die sommerlich geöffneten Seitenfenster. Ich fand's lustig, mein Vater gar nicht.

Als der Sprit zur Neige gehen drohte, fand sich an der Tankstelle ein rettender Engel. Ein Taxifahrer, ein echter Wiener, also vermutlich aus Slowenien, lotste uns gegen moderaten Festpreis Richtung Flughafen Schwechat und damit Richtung Budapest. Mein allererster Besuch in Wien hatte richtig Spaß gemacht und ich wurde dadurch auch Fan vom österreichischen Radio. Der Herr Trafnicek alias Helmut Qualtinger und Konsorten brachten mir dort die Untiefen der Wiener Seele und des Dialektes bei.   

Am damals eisernen Vorhang der ungarischen Grenze kamen wir in der Nacht an. Für mich gruselig – aber für Papa kein Problem. Die ungarischen Grenzer waren alle bestechlich weil unterbezahlt. Herzlich willkommen im Land des Gulasch-Kommunismus. 

Freitag, 16. Januar 2026

Vanille, Schoko, Haselnuss

 Mein Kardiologe meinte neulich, ich soll mir nicht alle Widrigkeiten des Lebens so zu Herzen nehmen, denn das wäre nicht gut für mich. Deshalb ...

Machen Deppen Dir Verdruß,

helfen Vanille, Schoko, Haselnuss!

Also zu Hause lieber Friede, Freude und Eierkuchen. Letzterer passt am besten zu Vanille-Sosse, Schoko-Creme oder Haselnuss-Mus.

Vor lauter Freude hab ich dann wieder viel zu viele Eierkuchen produziert. Reichte uns zwei Tage. Auch mit kanadischem Ahorn-Sirup eine feine Sache. Jetzt bin ich gespannt wie meine Cholesterinwerte aussehen werden. Aber die nehme ich mir dann einfach wie empfohlen nicht so zu Herzen. 😄  




Dienstag, 13. Januar 2026

DENNIS

 'Dennis der Fernseh-Lausbub' war die allererste Comic-Heft-Reihe mit der ich als Kind in Berührung kam. Weil ich noch nicht lesen konnte, las sie mir meine Mutter vor. Dabei erklärte sie mir auch einige Merkwürdigkeiten aus den USA die es damals Anfang der 1960er Jahre bei uns noch nicht gab.

Zum Beispiel Erdnussbutter oder Marshmallows. Kann mich gut daran erinnern wie ich als Kind heimlich selbst Erdnussbutter produzieren wollte, was aber gründlich misslang. Statt dessen lernte ich unter Anleitung von Muttern die Küche wieder sauber zu machen. Jedenfalls hatte 'Dennis' bei mir sofort quasi durchschlagenden Erfolg.

In den USA gab es damals schon eine TV-Serie, deshalb nannte der Tessloff-Verlag auch die deutschen Hefte werbewirksam Fernseh-Lausbub obwohl im deutschen TV davon nichts zu sehen war.

Für damalige Verhältnisse war das Heft mit -.60 Pfennigen sehr teuer. Zum Vergleich, eine Laugen-Breze kostete damals noch -.8 bis -.10 Pfennige.

Meine Hefte bekam ich immer gratis von zwei netten Damen aus dem Nachbarhaus die im dortigen Zeitschriften-Vertrieb arbeiteten und ausgemusterte Hefte ohne Titelbilder an die Kinder verschenkten. Die Titelbilder dienten der Abrechnung über nicht verkaufte Hefte gegenüber dem Tessloff-Verlag. Mir waren die Titel egal solange das innere Heft vollständig war.

'Dennis the Menace' wie die Serie im US-Original heißt, wurde 1951 vom Zeichner + Texter Hank Ketcham geschaffen, den sein vierjähriger Sohn Dennis dazu inspiriert hatte. Dennis fand schnell weltweite Verbreitung in Form von Heften sowie Zeitungsstrips und war damals so bekannt wie die 'Peanuts' von Charles Schulz.

Allerdings ist 'Dennis' wesentlich schlechter gealtert als die 'Peanuts' die heute noch breit bekannt sind. In den 1970er/80er Jahren gab es wohl immer wieder mal Versuche 'Dennis' neu zu etablieren, wie hier vom Bastei-Verlag, aber durchschlagenden Erfolg hatte die Serie bei uns leider nie.

Trotzdem erscheinen die 'Dennis'-Zeitungs-Strips + Cartoons seit 1951 ununterbrochen und werden auch heute noch in einigen deutschen Zeitungen abgedruckt. Ende der 1990er Jahre übernahmen die Zeichner Marcus Hamilton und Ron Ferdinand den Strip, nachdem sich der Erfinder Hank Ketcham zur Ruhe setzen wollte.

Neben TV- und Zeichentrick-Serien gab es von 'Dennis' 1993 auch eine witzige Realverfilmung mit Walter Matthau. 

Dennis Mitchell, wie auch in den Comics oft mit Schleuder unterwegs, treibt mit seiner Energie und seinem Unfug die Eltern und insbesondere seinen pensionierten Nachbarn George Wilson (Walter Matthau) in den Wahnsinn. Kann ich zur Entspannung nur empfehlen.